Safari in Tansania 2025
Tiere, Landschaft und Golf
Nach langer Planung ging es mit dem Anbieter Tanzania Specialist und Turkish Airlines nach Tansania.
Unsere allererste Safari und entsprechend aufgeregt waren wir. Was benötigt man, welche Impfungen? Malariaprophylaxe ja oder nein? Kleidung? Zum Glück hat unser Safarianbieter die wichtigsten Punkte auf seiner Seite aufgelistet und auch unsere Ansprechperson Benson Mokiwa hat bei jeder Frage sehr schnell geantwortet und weitergeholfen. Toller Service!
Ein kleiner Tipp vorab: Vorsicht bei der Zuzahlung für Sitze mit Beinfreiheit beim Flug buchen – selbst am Schalter bei Turkish Airlines weiß niemand, welches Flugzeug am Ende eingesetzt wird. Mal ist die extra Beinfreiheit Reihe 8, beim nächsten Flug Reihe 11. Wenigstens zahlen sie nach Reklamation nicht eingehaltene Sitzbuchungen zurück…
Los ging es. Zwischenlandung in Istanbul und dann 6 Stunden Weiterflug. Nachts um 1 Uhr kamen wir in Arusha an.
Beim Einreisevisum herrschte Chaos – 3,5 Wochen Vorlauf sind eindeutig zu kurz. Aber am Ende ging alles gut. Um zwei Uhr nachts stand dann noch eine einstündige Fahrt zur Lodge an, über unglaublich chaotische Straßen. Man könnte fast sagen: Seefestigkeit wäre von Vorteil.
Im Hotel waren alle so aufgekratzt, dass wir spontan entschieden durchzumachen – schließlich gab es ab sieben Uhr Frühstück. Toller Start und lustig. (Nochmals sorry an unseren Barkeeper! Am nächsten Abend hat er sich von uns mit den Worten: „Schönen Abend noch, ich gehe jetzt endlich schlafen …“ verabschiedet.)
Ankommen und die erste Safari
Der erste Tag war Ruhetag und zum Ankommen gedacht. An Tag zwei folgte die erste Safari im Arusha-Nationalpark: zum ersten Mal Zebras, Warzenschweine und Giraffen. Schon das Gewöhnen der Augen an die Tiersuche war neu – und unglaublich aufregend.
Golfen zwischen Wildtieren
Tag drei war wieder Ruhetag – und den nutzten wir zum Golfen. In Arusha hat ein Niederländer einen Golfplatz aufgebaut; rund um den Platz kann man Häuser bauen oder kaufen, ab etwa 300.000 Dollar. Zwischen den Bahnen liefen Wildtiere herum. Gespielt werden darf nur mit Caddie – und die spielen selbst richtig gut. Bei unserem Spiel haben sie vermutlich das nackte Grauen bekommen, waren aber überaus sympathisch und bescherten uns, großzügig mit Trinkgeld bedacht, eine wundervolle Runde.
Die eigentliche Safari beginnt – Tarangire
An Tag vier ging die eigentliche Safari los, in Richtung Tarangire-Nationalpark und zu den lang ersehnten Elefanten. Ganz ehrlich: was für erhabene, schöne Tiere. Und dann wurde in der Ferne auch noch der erste Löwe gesichtet – Wahnsinn.
Serengeti – Gänsehaut pur
An Tag fünf und sechs ging es in die Serengeti. Nach einer langen und sehr staubigen Anfahrt erwarteten uns unglaubliche Landschaften und Tiere. Wieder sahen wir sehr viele Elefanten, Löwen, Löwenbabys, Geparden, Flusspferde und mehr – direkt am Auto. Unglaublich.
Eine Tierart hatten wir aber völlig unterschätzt: die Gnus. Wir hatten Glück – die Tiere waren noch vor ihrer großen Wanderung einigermaßen in unserer Nähe, und unsere tollen Guides machten sich die Mühe, uns dorthin zu fahren. Tausende Gnus, so weit das Auge reicht. Mir kommt noch heute die Gänsehaut, wenn ich daran denke. Dieses Gefühl ist wirklich schwer zu beschreiben.
Ngorongoro – der Krater
Tag sieben führte uns ins Ngorongoro-Schutzgebiet samt Krater – ein Krater mit seiner ganz eigenen Tierwelt: Flamingos, Nashörner, Elefanten, Löwen, Zebras und mehr. Sehr schön. Wenn man allerdings vorher die Serengeti gesehen hat, wirkt es nicht mehr ganz so erhaben.
Man hatte uns immer gesagt: Tarangire ist die Vorspeise, die Serengeti die Hauptspeise und Ngorongoro der Nachtisch. Heute würden wir es italienisch lösen: Tarangire als Vorspeise, Ngorongoro als Primi Piatti und die Serengeti als Secondi Piatti – so wäre der Spannungsbogen größer.
Organisation und Unterkünfte
Eine super organisierte Reise – den Anbieter Tanzania Specialist können wir nur weiterempfehlen. Da man meist schon morgens (oft sehr früh) startet und bis abends unterwegs ist, muss man nicht die teureren Lodges nehmen. Das Essen war immer gut. Besonders schön war es in der Serengeti im Sound of Silence Tented Camp. Die vermeintlich schickere Manyara Best View Lodge hatte zwar eine Wahnsinns-Aussicht und tolle Zimmer, ansonsten aber den Charme von „Busse sind hier willkommen“ – und das schlechteste Essen der Reise. Das ist allerdings auf hohem Niveau gejammert, gebe ich zu.
Was wir vorher auch nicht wussten: bei diesem Anbieter hat man keine fremden Mitreisenden. Der Jeep ist für maximal 6 Personen ausgelegt. Ist man nur zu zweit, hat man diesen für sich, er wird nicht aufgefüllt.
Fazit
Die Tiere in freier Natur zu erleben ist eines der besten Erlebnisse überhaupt. Seither waren wir in keinem Zoo mehr – das ist, glaube ich, einfach zu deprimierend.
Die berühmten Big Five (Elefant, Nashorn, Büffel, Löwe und Leopard) haben wir nicht ganz geschafft – leider wollte sich kein Leopard zeigen. Aber so toll alle Tiere waren: Der bleibendste Moment kam unerwartet – die Gnus.
Es heißt, es gibt ein Leben vor Afrika und ein Leben nach Afrika. Wir kommen wieder, ganz sicher.






















































































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